Zurück zum aktuellen Blog






28.09.2008 Berlin. To fast for me.

Aber ich fange lieber von vorn an. Nach meiner HM-Zeit hatte ich mich in den Startblock C stellen lassen. Dieser sah eine Zielzeit von 3:00-2:50 vor. Das passte mir genau in den Plan, denn ich wollte eine 2:50 h angehen. Das erschien mir nach meiner 10 km und HM-Zeit doch realistisch. Auch hatte mir Peter Greif auf der Marathon-Messe am Freitag eine Prognose von 2:48-2:51 gegeben. So wollte ich den Marathon auch in einer Pace von 4:03 min/km beginnen. Da die Strecke nach dem Start auch nicht so voll war, konnte ich mich ganz gut einstellen, denn ich hatte nicht all zu viele zu überholen. Ganz habe ich es dann doch nicht geschafft die Pace zu halten. Die ersten 5 km absolvierte ich in 19:57 min. Das war zwar etwas schnell, aber da ich vor dem Start vergessen hatte einen doppelten Knoten in die Schnürsenkel zu machen und diese aufgegangen waren, war mein Zeitvorsprung auch wieder dahin. Die zweiten 5 km lief ich dann in 20:30 min und ich war wieder voll im Soll.

Es lief aber von Anfang an nicht gerade leicht und ich hatte schon etwas zu kämpfen. Aber meine Oberschenkel machten noch keine Probleme. So liefen auch die nächsten Kilometer.

10-15 km: 20:14 min
15-20 km: 20:12 min
20-25 km: 20:28 min

Wollte eigentlich ab Kilometer 15 auf 3:56 min/km beschleunigen, habe es dann aber leiber sein gelassen. War zu diesem Zeitpunkt aber ständig am Überholen von anderen Läufern. Nach 25 km wurde es dann aber schlimmer mit meinen Oberschenkeln. Die Schmerzen bei jedem Schritt wurden immer schlimmer und ich habe etwas Geschwindigkeit raus genommen. Die nächsten 5 km bin ich dann in 21:38 min gelaufen. Die ersten Gedanken an das Aufhören geisterten durch meinen Kopf. Aber es war doch nur noch ein Drittel der Strecke zu laufen. Ich wollte kein DNF (did not finish). Ich biss mich durch. Aber bei Kilometer 33 musste ich die erste Gehpause einlegen und es wurden immer mehr. Ich klammerte mich immer mehr an die einstellige Kilometerzahl bis zum Ziel.

Die Zuschauer an der Straße versuchten mich immer wieder aufzubauen. Das war super. Sie überredeten mich immer wieder von neuen dazu doch weiter zu laufen. Ich gehorchte brav und bekam dafür noch einen extra Applaus. So kam das Ziel dann immer näher. Etwas langsamer zwar als ich wollte, aber es kam näher.

30-35 km: 24:53 min
35-40 km: 30:16 min

Die letzten beiden Kilometer bin ich dann wieder komplett gelaufen, um mit erhoben Haupt durchs Ziel zu joggen. Naja, es standen dann 3:09:23 auf meiner Uhr. Neue Bestzeit, aber wirklich freuen kann ich mich im Moment nicht.

Woran hat es gelegen? Wahrscheinlich haben mir die 1100 HM auf den 36 km vor zwei Wochen geschadet. Hatte in der Woche einfach zu viel gewollt. So weit bin ich einfach noch nicht. Hatte darauf hin auch mehrere Tage Muskelkater in den Oberschenkeln. Habe daraufhin im Training aber auch nicht zurück gesteckt.

Was nun? Bin ich sauer genug um im nächsten Frühjahr, in Hamburg, einen neuen Angriff zu wagen? Oder begleiche ich die Rechnung im nächsten Jahr hier in Berlin? Werde ich mich erstmal auf kürzere Strecken konzentrieren und da meine Grundlagen verbessern? Heute werde ich das noch nicht entscheiden. Erstmal steht der nächste 10er in zwei Wochen an und dann als Saisonabschluss der Röntgenlauf..

Man darf gespannt sein wie es weiter läuft.



09.09.2008 Getränkeaufnahme im Wettkampf

Beim MB-Halbmarathon wurden ein paar nette Bilder von mir geschossen wie ich gerade an einer Verpflegungsstelle vorbeikomme. Da kam mir die Idee doch diese kleine, nicht so ernste, Anleitung zur Getränkeaufnahme zu schreiben.

  1. gewünschtes Getränk anvisieren (vielleicht mit freundlicherer Miene):



  2. Hand Richtung gereichten Becher ausstrecken:



  3. Zugreifen (lieber etwas gefühlvoller):



  4. Becher Richtung Kopf führen (wenn man auch etwas trinken will, besser Richtung Mund):



    Soweit meine Tipps. 



07.09.2008 The lonely runner

Das beschreibt ganz gut den Mercedes-Benz Halbmarathon. Pünktlich um viertel nach acht fand ich mich an der MB-Niederlassung an der Holzhauser Straße in Reinickendorf ein. Kurz umziehen und dann noch etwas einlaufen. Die Startnummer hatte ich mir ja schon am Vortag besorgt.



Fünf vor neun begab ich mich dann von vorn in den Startblock, der über sechs Spuren verteilt war. Da es ziemlich voll war, blieb ich gleich in der ersten Reihe stehen. Der Startschuß erfolgte. Nur irgendetwas stimmte nicht ganz. Alle anderen 1400 Teilnehmer befanden sich hinter mir. Zweifel kamen auf. Bin ich viel zu schnell Los. Aber so schnell war ich doch gar nicht? Ich behielt meine Geschwindigkeit erstmal bei. Nach ca. 500 zog dann der erste Läufe zwei Spuren neben mir vorbei. Nach 4 Minuten zog eine weitere Dreiergruppe an mir vorbei. Das erste Kilometerschild stand bei 2 km. Meine Uhr zeigte 7:23. Das waren 5 sec schneller als ich mir vorgenommen hatte. Wie sich später noch rausstellte war meine Wunschzeit aber weit über meinen Möglichkeiten. Aber zu dem Zeitpunkt fühlte ich mich noch super.

Auf dem weitere Weg bis zum Rathaus Reinickendorf fühlte sich der Asphalt an wie Schmierseife. Es hatte die ganze Nacht geregnet gehabt und der Asphalt war noch nicht abgetrocknet. Ich hatte Probleme meine Kraft auf die Straße zu bringen. Nach einer kleinen Schleife am Rathaus ging es eine kurze Strecke wieder zurück. Dabei sah man die Massen einem entgegenkommen. Aber nachdem die Strecke abbog, war ich wieder alleine auf der Straße. Die nächsten Läufer ein Stück hinter mir und nach vorn auch schon eine große Lücke. Die Strecke führte ab jetzt über kleine Wege durch eine Gartenanlage und über Nebenstraßen zum nächsten Highlight der Strecke.

Die Autobahn und S-Bahnstrecke musste überquert werden. Das geht Verkehrstechnisch am besten mit einer Fussgängerbrücke. Aber der Weg auf die Brücke führte über eine sogenannte Schnecke. Ein 180° Wendel um an Höhe zu gewinnen. Ich hatte Probleme nicht aus der Kurve zu fliegen. Vor mir die Radbegleitung. Diese haben mir dann vor der Abfahrt Platz gemacht. Und es ging wieder nach unten. Aber es war nichts mit einfach laufen lassen. Sonst wäre ich über das Geländer aus der Kurve getragen wurden. Die Brücke hatte meinen Puls in die höhe getrieben. Ich nahm anschließend etwas Gas raus. Dabei wurde ich dann von einigen überholt.

Weiter ging es zum am U-Bahnhof Tegel und dann weiter zum Tegler See. Meine Gedanken kreisten gerade um die Radfahrer die vor mir fuhren um die Strecke zu sichern und dass diese doch viel angenehmer sind als die Motorradbegleitung vor zwei Wochen. Ich hätte nicht darüber nachdenken sollen. Prompt in diesem Augenblick tauchte ein Polizeimotorrad neben mir auf. Es blieb bis zum Tegler See neben mir. Ab da verließ die Laufstrecke erstmal wieder die Straße und führte an der Uferpromenade entlang. Viel Muße hatte ich nicht die Aussicht auf den See zu genießen, ich hatte bereits zu kämpfen. Auch lief ich ohne Brille, konnte deswegen auch nicht all zu gut sehen. Jetzt ging es wieder zurück zum Start. Aber eine Runde waren ja nur zehn Kilometer. Also das ganze noch einmal.

Kurz bevor ich die Brücke das zweite mal überqueren musste, war es vorbei mit der Einsamkeit. Erstens lief ich auf die letzten 10km Läufer auf, die zwanzig Minuten nach uns Halbmarathonläufern gestartet waren und des weiteren gesellten sich von hinten ein paar andere Läufer zu mir oder liefen an mir vorbei. Anheften war mir nicht mehr möglich. Meine Muskeln brannten bereits. Es rechte sich langsam mein zu schnelles Anfangstempo. In Tegel wurde es dann langsam immer Enger. Wir hatten immer mehr langsame 10km Läufer zu überholen. Teilweise war Zick-Zack laufen angesagt.

Hinter dem Tegler See bog die Halbmarathonstrecke kurz von der eigentlichen Strecke ab, da wir unsere zusätzlichen 1,1 Kilometer laufen mussten. An der Wendestelle rutschte einer meiner Mitläufer aus. Der Beton war zu glatt. Ihm war nichts passiert und er lief gleich weiter neben mir. Den letzten Kilometer zog ich dann noch etwas an. Das brennen in den Beinen wurde immer stärker, aber ich wußte dass es gleich vorbei ist. Noch ein kleiner Sprint bis ins Ziel. Über die Lautsprecher schallte  mein Name und meine Zeit von 1:22:13. Neue persönliche Bestzeit über die Halbmarathonstrecke.

Ich hatte mir, obwohl ich eigentlich besser wusste, mehr vorgenommen. Aber diese Zeit entspricht doch eher meinen derzeitigen Leistungsstand. Hätte ich am Anfang etwas langsamer gemacht, wäre auch eine schnellere Zeit drinnen gewesen. Aber hätte können sein, bringt mich nicht weiter. Ich muss halt noch lernen mich besser einzuschätzen und nicht gleich am Anfang zu überziehen. Aber was solls, ich bin erstmal froh über die Zeit.

Ergebnis: 21.1 km in 1:22:13 @ 3:54; Puls 88% HFmax Platz 25 von 1376; AK 5. von 109

Split:
2 km
7:23
3:41

5 km
11:25
3:48

12 km
27:15
3:54

15 km
11:54
3:58

18 km
12:06
4:01

19 km
4:06
4:06

20 km
3:58
3:58

21.1 km
4:08
3:45




31.08.2008 Crescendo

Heute gab es eine Crescendo-Lauf. Nach Steffny je 10 km in 5:20; 4:50; 4:20 + 4 km Auslaufen; Ges: 34 km.

Wollte den letzten 10er dann noch Spliten in je 5 km in 4:20; 4:00.

Die ersten 20 km klappten Problemlos. Hatte heute auch zwei Gel-Tüten mit gehabt. Wollt die von Plus mal probieren. Das erste Gel habe ich vor den ersten 5km in 4:20 genommen. Da mir langsam das Wasser ausging habe ich die 5 km etwas bis zu einen Baumarkt ausgedehnt und habe mir da erstmal eine Apfelschorle gekauft und das zweite Gel verzerrt. Jetzt begann der anstrengendste Teil. Die 5 km in Marathontempo bin ich dann nicht durch gelaufen. Nach 3.45 km habe ich lieber abgebrochen weil der Weg unwegsam wurde. Einen schmalen Trampelpfad der Teilweise von Pferden aufgewühlt war wollte ich mir antun. Da war das Verletzungsrisiko doch zu hoch. Bin dann drei Kilometer weiter gejoggt. Dann wollte ich noch einen Kilometer im Marathontempo machen. Habe die Anzeige meines Garmin auf Pace/Runde gestellt und bin losgespurtet. Hatte Probleme das Tempo zu halten und danach musste ich mich erstmal hinsetzten. Ich war fertig. Habe mich schon gefragt wie ich diese Geschwindigkeit im Marathon laufen soll. Zuhause stellte ich dann fest, dass mein Garmin nicht einen Kilometer gemessen hat, sondern 1.3 km. Bin also nach über 33 km nochmals mit einer Pace von 3:33 min/km gelaufen. Damit ist auch klar warum ich so fertig war.

Jetzt tun mir erstamal die Beine weh.

Split:

10.22 km @5:16
11.14 km @4:46
5.41 km @4:19
3.45 km @4:03
2.91 km @5:11
1.13 km @ 3:33
2.13 km @ 4:30

Ges: 36.4 km in 2:52:52 bei 79% HFmax



24.08.2008 Kreuzberger Viertelmarathon

Es ist Sonntag Morgen sieben Uhr und der Wecker klingelt. Ein Blick aus dem Fester prophezeite mir einen Regenlauf für heute. Wird mal eine neue Erfahrung für mich sein. Aber erstmal in Ruhe Frühstücken und um halb neun geht es dann mit dem Rad nach Kreuzberg. Als ich am Stadion des TIB ankomme bin ich bereits das erste mal komplett durchnässt. Erstmal meine Startnummer holen und dann ab in die trockenen Laufsachen. Das sind meine üblichen Split Shorts und mein Singlet.

Zum Warmlaufen ziehe ich erstmal noch eine Trainingsjacke über. Erst drehe eine gemütliche Runde über die Aschenbahn und dann ab in Richtung Straße. Auf dem Weg dahin versucht gerade jemand den Schlamm von der Laufstrecke zu schippen. Als ich dann auf der Straße bin sehe ich schon die nächste Überraschung: Kopfsteinpflaster. Der erste Bremsversuch, unter dem wachsamen Blicken der bereits wartenden Polizei, zeigt mir das es fast so glatt ist wie auf der Eisbahn. Das heißt Vorsichtig sein. Weiter geht's. Sehe dann das erste Kilometerschild, aber müsste das nicht schon eher stehen? Gut zu wissen dass ich mich auf die Dinger nicht so verlassen sollte.

Wieder zurück ziehe ich meine Jacke aus und eine Plastikplane über. Die letzten Minuten drehe ich noch ein paar Runden auf der Aschenbahn um mich anschließend von vorn in den Startbereich zu begeben. In meiner zurückhaltenden Art reicht mir die dritte Reihe. In der ersten Reihe stehen die üblichen verdächtigen, von denen ich einen Teil auf den ersten Kilometern sicher überholen werde. Zehn Sekunden vor dem Start fällt mir ein, dass ich meine Schuhe noch nicht Richtig zugebunden habe, also dieses bis drei Sekunden vor den Start nachholen. Und schon geht es Los.

Erst geht es eine komplette Runde über die Aschenbahn. Ich versuche mich etwas frei zu laufen, damit ich beim Verlassen der Vereinsanlage sehe wo ich lang laufe. Das klappt ganz gut und ich bin in der vorderen Feld. An die ersten versuche mich mich nicht heran zu hängen, die sind eh schneller als ich. Ich finde recht schnell mein eigenes Tempo und so befinde ich mich an der Spitze der zweiten Gruppe. Das hatte aber einen Nachteil. Ein Motorradpolizist begleitete mich die ganze Zeit. Das ging mir beizeiten auf den Geist. Andauernd dieses getucker von einem Motorrad welches im unteren Drehzahlbereich gefahren wird.

Nach vier Kilometern überholten mich dann ein paar Läufer, denen ich aber auch nicht folgte. Mein Magen war zu diesem Zeitpunkt etwas verspannt und meine linke Wade machte Anzeichen, dass sie sich verkrampfen wollte. Einen Vorteil hatte es, dass ich überholt wurde, denn jetzt folgte das Polizeimotorrad den anderen. Nach 6 km half dann auch das ignorieren meines Magens und meiner Wade, ich spürte nur das normale ziehen der Muskeln bei so einen Lauf.

Kurz vor Schluss hätte ich es doch beinah noch geschafft mich zu verlaufen. Wir liefen zu zweit und vor uns war niemand zu sehen. Ich wollte gerade nach links abbiegen, aber mein Mitläufer bog rechts ab. Ich hatte kurz vor dem Ende dann doch meine Orientierung verloren. Auf der ganzen Strecke standen immer Helfer an den Kreuzungen, nur an der allerletzten nicht. Dafür das mir der Andere den richtigen Weg gezeigt hatte, habe ich ihn dann noch überholt.

Kurz vorm Ende habe ich dann noch etwas meine Geschwindigkeit erhöht und bin nach 37:15 min über die Ziellinie. Wie weit ich gelaufen bin weiß ich nicht genau. Irgend etwas zwischen 10.0 und 10.5 km. War aber ein super Lauf für mich, das Wetter war trotz, oder gerade wegen des Regens optimal. Nur der Wind, bzw. Sturm, war zwischenzeitlich nicht so toll. Ich hatte Streckenweise doch etwas zu kämpfen. Aber es hat für den 16. Platz Gesamt und den 4. Platz in der AK gereicht. Ich dürfte mir damit auch kurzzeitig den zweiten Platz im Berlin Cup gesichert haben. Dieses dürfte aber nur von kurzer Dauer sein.



13.07.2008 Jedermannlauf

Heute stand bei mir der Jedermann Lauf im Tegler Forst auf dem Terminkalender. Der Start für den 10 km Lauf war für 10 Uhr angesetzt. Bin dann um kurz nach acht los. Erst mit der U-Bahn, dann weiter mit der S-Bahn. Aber die fiel heute aus. Na gut, also wurde mein Plan geändert und ich bin erstmal mit einer anderen S-Bahn weiter und bin dann wieder in die U-Bahn umgestiegen. Für die letzten Kilometer hatte ich mein Fahrrad mit. Während der Fahrt mit der U-Bahn stellt ich auch noch fest dass zwei Speichen am Hinterrad gebrochen waren und der Rest der Speichen auch nicht mehr besonders fest sind.

An der Endstation der U-Bahn bin ich erstmal mit dem Fahrrad los. Ich hatte mir natürlich nur angesehen wie ich von S-Bahnhof zum Start komme. Nach der Sonne konnte ich mich auch nicht richten, denn sie schien nicht. Wie sollte es auch anders sein, bin ich in die falsche Richtung gefahren. An der nächsten Haltestelle mit Stadtplan schaute ich erstmal nach wo ich war. Es hieß bis fast zum U-Bahnhof wieder zurück. Mein Hinterrad eierte auch schon bedrohlich. Aber hier draußen im Niemandsland des Tegler Forstes durfte ich nicht liegenbleiben.

Ich fand dann auch endlich die Straße auf der ich eigentlich lang wolle. Aber wie dann weiter. Ich hatte mich wieder verfahren. Ich frage also einen älteren Herren am Straßenrand nach dem richtigen Weg. Er antwortete: "Ich weiß alles!" Pause "Aber ich habe seit vier Jahren Kopf." Ah, ja. Was wollte er mir damit sagen? Egal, erstmal weiter. Jemand anderes konnte ich nicht fragen. Wer ist auch schon Sonntags Morgens unterwegs?

Aber da, nach einer Weile tauchte endlich die Straße wo ich hin wollte auf. Aber ich war am komplett anderen Ende der Straße. Jetzt ging das hetzen los. Ich wusste nicht wie spät es war, nur das ich um neun am U-Bahnhof los bin. Also hieß es kräftig in die Pedale treten, nichts mehr mit ruhigen fahren. Aber dann musste auch noch Kopfsteinpflaster kommen. Hoffentlich hält mein Hinterrad.

Dann endlich sah ich den Startbereich am Ende der Straße. Fahrrad schnell angeschlossen und ab zur Startnummernausgabe. "Meine name ist Broßke.", "Wie bitte", Also das übliche Buchstabieren. Aber sie findet Keine Startnummer für mich. Also ab zum Trouble Desk. Auf der Meldeliste stehe ich. Also noch mal zurück zur Startnummernausgabe (2 m). Jetzt müssen alle Damen in ihren Kisten nachsehen. Aber ich bin nicht zu finden. Schnell noch Nachmelden und ich bekomme endlich eine Startnummer. Noch zehn Minuten bis zum Start.

Ich esse schnell noch eine Banane, hoffentlich wird sie mir nicht schwer im Magen liegen. Aber durch die weite Radfahrt habe ich ja mein halbes Frühstück schon wieder verbraucht. Jetzt aber schnell umziehen, Startnummer anbringen. Noch fünf Minuten bis zum Start schallt es durchs Megaphon. Warm ist mir zwar schon, aber jetzt schnell einlaufen. Mache ein paar Steigerungsläufe und einen Abstecher zu nächsten Baum. Noch eine Minute bis zum Start.

Ich Reihe mich von vorn in den Startblock ein. Aber in die zweite Reihe. Lasse den Posern die erste Reihe. Noch 10s, 9s, 8s, 7s, 6s, 5s, Ein Schrei aus der ersten Reihe. Was ist da los? 4s, Ein ca. 4 cm größer Käfer läuft einen Meter vor der Startlinie über den Weg. 3s Die rufe auf den Käfer aufzupassen werden laut. Ich drehe mich um und denke mir das es wohl bei weit über hundert Läufer schlecht für den Käfer aussieht. 2s, 1s, Einer aus der ersten Reihe springt nach vorn und wirft den Käfer zur Seite, ein weiterer Schrei und er ist wieder im Startblock. Nun aber Los.

Laufe in der vorderen Gruppe mit. Was denn hier los? Wollen die heute nicht? Aber nach einen halben Kilometer setzten sich die ersten nach vorn ab. Ich laufe mit 3-6 Schlägen über der anaeroben "Schwelle". Fühle mich gut. Bis zum zweiten Kilometer. Da beginnt das Seitenstechen. Aber diesmal nehme ich keine Geschwindigkeit raus. Beiße mich durch.

Die Laufstrecke durch den Tegler Forst führt über Waldwege. Als Flach kann man den Kurs nicht gerade bezeichnen. Es gibt ein paar Hügelchen. Bis auf einen kurzen Anstieg vor dem Ender der 5 km Runde sind sie auch nicht steil. Alles noch gut zu laufen.

Mit der Weile haben sich drei Dreiergruppen gebildet. Die ersten ziehen davon, die gehören einer anderen Liga an. Ich Laufe in der dritten Gruppe. Heute habe ich zu kämpfen. Mehrmals zwischendurch überlege ich mir etwas Geschwindigkeit raus zu nehmen. Aber bin ich Mann oder Maus? Ich einige mich jedesmal auf Mann und ziehe weiter. Vom Seitenstechen bekomme ich auf der zweiten Runde nichts mehr mit. Bin zu sehr damit beschäftigt damit zu rechen wie weit es noch bis zum Ziel ist.

Nachdem wir noch von einen Läufer von hinten überholt werden fällt unsere Gruppe auseinander. Einer nach vorn und einen lasse ich hinter mir. Die letzten Kilometer sind hart, aber eher im Kopf. Ich will gern langsamer werden, aber reiße mich immer wieder zusammen. Ich kann nicht sagen das mein Körper total am Ende war.

Jetzt der letzte Anstieg. Ja. Auch geschafft. Jetzt noch die letzte Kurve und dann ab in die Zielgasse. Am ersten Schild fange ich an auszutrudeln. Aber das war noch nicht das Ziel. Verdammt. Da sind noch ein paar Meter zu laufen. Na gut. Ein paar Sekunden noch vor dem Ziel verschenkt.

Freue mich im Ziel angekommen zu sein. Meinen direkten Gegner im Berlin Cup habe ich auch deutlich hinter mir gelassen. Jetzt erstmal etwas trinken und noch etwas auslaufen. Aber das gebe ich nach ein paar hundert Metern wieder auf. Wieso bekomme ich beim so langsamen laufen jetzt Seitenstechen? Egal. Noch etwas im Ziel herumgelaufen, mich noch etwas unterhalten. Dann waren endlich die Ergebnislisten fertig. Wo stehe ich. Und wer ist dieser Broszke. Müssen die mich auch noch falsch schreiben. Aber der Rest der da steht stimmt mich wieder Milde:

Zeit: 38:09, Platz: 9, Altersklasse: 3.,

Das ist auf den Kilometer eine Zehntelsekunde langsamer als letzte Woche. Ich bin wieder zurück.



11.07.2008 Leistungsdiagnostik

Habe jetzt auch meinen Leistungsdiagnostik hinter mich gebracht. Hatte diesen gleich mit einem Gesundheitscheck verbunden.

Es wurde ein Rundrücken, ein Beckentiefstand links, eine eingeschränkte Innenrotation des linken Hüftgelenks und eine verkürzte Wadenmuskulatur festgestellt. Sollen irgendwie ganz normale Dinge sein, die viele Leute haben und es behindert mich auch beim Sport nicht. Ansonsten habe ich eine normale körperliche Konstitution.

Nach der normalen ärztlichen Untersuchung ging es aufs Laufband. Schön verkabelt und immer wieder Blut am Ohr abzapfen. Ich musste jedes mal 3:00 min laufen, dann wurde in einer 30 s langen Pause immer wieder Blut abgenommen. Eine weitere Stufe hätte ich am Ende gerne noch probiert, aber leider gingen nur 10 Stück, da hätte ich mit einer höheren Geschwindigkeit einsteigen müssen.

 m/s | 1/min | mmol/l | min/km |
2.50 | 130 | 2.0 | 6:40 |
2.75 | 140 | 2.0 | 6:04 |
3.00 | 148 | 2.2 | 5:33 |
3.25 | 154 | 2.5 | 5:08 |
3.50 | 160 | 2.7 | 4:46 |
3.75 | 163 | 2.9 | 4:27 |
4.00 | 170 | 3.1 | 4:10 |
4.25 | 173 | 5.0 | 3:55 |
4.50 | 178 | 6.5 | 3:42 |
4.75 | 183 | 9.9 | 3:31 |
Begonnen hatte ich mit einer Laktat-Konzentration von 1.8 mmol/l und einen Puls von 79 Schlägen. Die Auswertung des ganzen hat ergeben dass meine anaerobe Schwelle bei 171 Schlägen je Minute und einer Zeit von 4.14 m/s (4:02 min/km) liegt, jedenfalls wenn man 4 mmol/l Laktat als Grenze nimmt. Bei der Auswertung meinte der Arzt das meine Zeit für einen Marathon bei 3 h liegt.

Zu meinem Laufstil meinte er, dass er sehr ökonomisch sei. Meine Oberkörper bewege sich beim laufen nicht weiter und ich Rolle schön weich über den Fuß ab. Ich sollte nur, wenn ich schneller laufen wollte mehr die Fußarbeit üben um mehr auf dem Ballen zu laufen. Denn selbst bei 3:31 min/km bin ich noch genauso schön abgerollt.

So ein Laufband wäre nichts für mich. Keine Luftkühlung, man schwitzt wie Sau und kann dabei seinen Schweißtropfen zuschauen wie sie durch die Gegend fliegen.



06.07.2008 Hohenschönhauser Gartenlauf

Es ist Sonntag Vormittag, in der typischen deutsche Kleingartenanlage herrscht Ruhe und Beschaulichkeit. Aber nicht wenn die Läufer des Berlin Cup's in diese Idylle im Norden von Berlin einfallen. Da wird geschnauft, gejubelt und der Moderator schreit in sein Mikrofon.

Es waren 5.7 km durch diese Kleingartenanlage zu laufen, eigentlich zu kurz für mich. Für so etwas stehe ich normalerweise nicht auf. Aber ich brauchte mal wieder ein paar Punkte für den Berlin Cup.

Nachdem ich die letzten Wochen festgestellt hatte, das ich meine Leistung vom Frühjahr irgenwie nicht mehr da ist, wollte ich es heute mal wieder wissen. Um es vorneweg zu nehmen, ich bin mit meiner Leistung nicht wirklich zufrieden, konnte aber auch nichts anderes erwarten.

Es waren 3 Runden zu je 1.8 km und am Start und am Ziel nochmals je 175 m zu laufen. Die erste Runde lief noch ganz gut, habe aber am Ende doch lieber etwas Geschwindigkeit raus genommen. Auf der letzten Runde wurde ich noch von einem Läufer überholt, an diesen heftete ich mich dann dran. Nach 21:44 min überquerte ich die Ziellinie. Hatte mir eigentlich eine Zeit von ca 21 min erhofft, aber es sollte nicht sein. Der Schnitt von 3:48.9 min/km liegt gerade ein mal eine halbe Sekunde unter der von meiner 10 km Bestzeit.

Insgesamt bin ich 12. geworden und es hat sogar für einen Podiumsplatz (3. AK) gereicht. Dieses hat wenigstens etwas die Enttäuschung genommen. Auch habe ich mir damit wieder 18 Punkte für den Berlin Cup gesichert und halte damit erstmal den 5. Platz.

Mit diesem Lauf wollte ich auch entscheiden wie ich an den Berlin Marathon herangehe. Die Sub 3 h ist auf alle Fälle schon mal gestrichen. Dafür hätte ich dieses Jahr nicht so viele Wettkämpfe machen dürfen. Aber was solls, dafür haben diese Wettkämpfe auch Spaß gemacht. Und in einer Woche wird sich über die 10 km im Tegler Forst gequält.



04.06.2008 Hitzetraining

Heute hatte ich an der Uni etwas Freizeit, also bin ich um 12 Uhr los zu einer kleinen Runde. Die Strecke führte am Teltowkanal zwischen Adlershof und Dreieck Neuköln entlang. Da war von Schatten weit und breit nichts zu sehen. Naja, da muss man durch. Hatte 1 l Wasser mitgenommen. Aber leider war es nur reines Leitungswasser. Dieses bekam ich dann auch zu spüren. Das Wasser schwappte in meinem Bauch hin und her, aber wollte nicht so ganz meinem Kreislauf zu geführt werden. Der Schweiß lief mir wie wild. Kurz vor Schluss bin ich erst auf den Gedanken gekommen, mich im Teltowkanal zu erfrischen. Das tat gut, ich wäre dann sogar noch weiter gelaufen. Aber ich musste zurück zur Uni.

So sind es heute 20.85 km in 1:37:04 (81% HFmax) geworden. Bin mit der Zeit recht zufrieden, da es doch eine Hitzeschlacht wurde.

Eins weiß ich jetzt. Bei längeren Läufen gibt es entweder gesalzenes Wasser oder isotonische Getränke. Und ich werde meine langen Läufe nicht in der Mittagshitze machen



02.06.2008 Mehr Training

Nachdem nun der Mai vorbei ist, habe ich festgestellt, dass zuviele Wettkämpfe schlecht fürs Training sind. Nachdem ich im Mai einen Marathon, 25 km, 15 km und einen 10 km Wettkampf gelaufen bin habe ich mir jetzt etwas Schonfrist verordnet. Bin vorige Woche schon die beiden Läufe für den BC-Cup nicht mit gelaufen. Auf der 6 km Strecke hätte ich auch nicht viel Chancen gehabt, ist für mich zu kurz. Irgendwie stagniert zur Zeit auch meine Leistung, ich werde einfach nicht schneller.

Will jetzt wieder etwas Struktur in mein Training bringen, war die letzten Monate nur mit Wettkämpfen oder mit Regenerieren beschäftigt. Vielleicht schaffe ich jetzt auch mal wieder ein paar Tempoeinheiten. Die letzte war Anfang Februar.

Hauptziel dieses Jahr ist und bleibt der Berlin Marathon. Für den Berlin Cup brauche ich ja nur noch drei von sieben Läufen mit zu machen. Darunter auch ein Halbmarathon drei Wochen vor dem Marathon. Das passt dann perfekt in die Vorbereitung.

Soweit mal wieder zu meinen Vorhaben.



12.05.2008 Es gibt noch verrücktere als mich

Dieses Pfingstwochenende war mal wieder Laufen angesagt. Am Samstag war ein Lauf zum Berlin-Cup. Es ging 15 km durch das Wuhletal. Start und Zieleinlauf war im Stadion und dann waren 4 Runden durch den Park zu laufen. Schatten war keiner zu erwarten und die Sonne brannte von oben. Für mich war ein langsamer Lauf angesagt. Ich hielt mich mit meinem Puls im unteren Bereich auf und ließ mich nicht von der Laufwut anstecken. Bin dann nach 1:01:39 (4:07 min/km) ins Ziel. Ergebnisse sind noch nicht veröffentlicht, nur die Wertung für den BC-Cup ist schon da. Es hat für mich für den dritten Platz in der AK gereicht und mir somit 18 Punkte beschert. Und das obwohl ich doch extra langsam machen wollte.

Warum ich extra langsam gemacht habe? Der Grund ist, dass ich heute am Pfingstmontag einen kleinen Trainingsmarathon laufen wollte. Der Marathon Club 100 veranstaltete 4 Marathonläufe über Pfingsten. Organisiert hatte das Sigrid Eichner, die einzige Frau auf der Welt die mehr als 1000 Marathonläufe und länger hinter sich hat. Dürften mittlerweile über 1100 sein. Mehrere sind das Wochenende drei oder vier Läufe davon mitgelaufen. Als Eintagesstarter waren wir heute nur zu zweit. Wir sind auch die ersten 22 Kilometer zusammen gelaufen. Es galt im Plänterwald , erst eine kleine Runde von 2.195 km und dann acht große Runden von jeweils 5 Kilometern zu laufen.

Die erste vier Runden sind wir zu zweit gelaufen und haben ein läufertypisches Gespräch geführt. Darin ging es meist um Strecken, Zeiten und um zukünftige Läufe. Die letzten vier Runden bin ich dann alleine gelaufen, weil es für meinen Mitläufer nur die Vorbereitung auf den Rennsteiglauf (76 km) nächstes Wochenende werden sollte.

Nach 3:19:04 bin ich dann durch Ziel. Habe damit meine Bestzeit vom vorigen Jahr um 20 sec verfehlt. Aber darum ging es mir ja auch nicht. Ich hätte mir viel Zeit bei den Verpflegungspausen sparen können. Habe aber in Ruhe etwas getrunken, mich mit dem Kampfrichter unterhalten, frische Buletten galt es auch zu sich zu nehmen. Somit haben mich die Verpflegungspausen jeweils ein bis zwei Minuten gekostet, aber ich wollte den Marathon ja genießen. Ok, etwas ärgern mich jetzt die 20 sek, aber es ist ja bei mir noch etwas mehr drinnen, deswegen wird zum Marathon im Herbst richtig angegriffen und auch extra dafür trainiert. Heute bin ich ja vollkommen aus dem normalen Training gekommen.

Heute sind 16 Leute gelaufen, somit war es ein recht  kleiner, aber dafür um so persönlicherer Lauf, mit vielen Fachgesprächen im Ziel. Wobei die Läufer eher Ultraläufer sind und bei denen ein Marathon fast Unterdistanz ist. Für mich war es heute auch der Gewinn eines Laufes. Die Urkunde mit dem 1.Platz und der Pokal bekommen einen schönen Platz.

Somit ist mein Wochenfazit: Ich bin gar nicht so verrückt, es gibt schlimmere.



04.05.2008 Berlin läuft... oder die 25km von Berlin

Heute standen die 25km von Berlin in meinem Kalender. Um es vorneweg zu nehmen, das war es mein bisher schönster Lauf. Vielleicht nicht gerade wegen der Zeit, aber der Rest passte.

Nun aber von Anfang an. Ich schleppte mich die letzten Tage mit einer leichten Erkältung rum und hatte schon schlimme Befürchtungen für den heutigen Lauf. Mein Hals war etwas geschwollen und ich war heiser. Gestört hatte mich das bei den Läufen die letzten Tage wenig. Deswegen war dies kein Hinderungsgrund für die Sightseeing Tour durch Berlin.

Heute Morgen tat mir dann meine Wade weh. Was sollte das nun? Dachte mir das sich das schon wieder geben wird. Nachdem ich am Olympiastadion angekommen bin und meinen Kleiderbeutel abgegeben hatte, will ich mich einlaufen. Aber das geht fast gar nicht, weil die Wade so schmerzt. Ich probierte trotzdem ein paar Steigerungsläufe. Und siehe da, sobald ich schnell Laufe sind die Schmerzen weg. Verstehen tu ich das nicht, aber solange es Funktioniert wird es durchgezogen. Damit ist auch der Entschluss gefallen, das ich schnell laufen muss und nicht wegen der Erkältung einen Gang zurückschalten kann.

Um 9:50 Uhr bin ich dann in meinen Startblock B1. Stand direkt in der zweiten Reihe, schräg hinter den Kenianern. Dazwischen waren noch ein paar Läufer die nur die 10 km laufen wollten. Pünktlich um 10 Uhr fiel der Startschuß und es ging über den Olympischen Platz. Es macht Spaß so weit vorn mit zu laufen. Bis zur Siegessäule (km 4) hatte ich noch immer den Führungssmart in Sicht. Ich merkte recht zeitig, dass ich zu schnell für meine Verfassung unterwegs war, aber versuchte doch etwas die Pace zu halten. Nach dem Brandenburger Tor war ich bei Kilometer 10 nur 5 sec langsamer als meine Bestzeit über die 10 km. Ging es dann etwas ruhiger an. Das Feld zog sich immer weiter auseinander. Dieses merkte ich besonders als es hinter dem Potsdamer Platz direkt am Tiergarten vorbei gin und ich nur meine Schritt, meinen Atem und die Vögel zwitschern hörte. Die nächsten Läufer waren entweder ein ganzes Stück vor mir oder weiter hinter mir. Ich kam mir zum ersten mal in einem Wettkampf einsam vor.

Auf dem Ku'damm kam dann langsam starker Gegenwind und ich zu der Erkenntnis, dass ich doch etwas langsamer laufen sollte um ins Ziel zu kommen. Ich wurde daraufhin von einer Gruppe von 5 oder 6 Läufern überholt, um danach wieder einsam weiter zu laufen. Auf der Kantstraße konnte ich dann erstaunlicherweise mein Tempo halten, obwohl es für Berliner Verhältnisse steil bergan ging. Mir geisterten noch die Worte von anderen Läufern im Kopf rum, die meinten: "Und auf der Kantstraße wird gestorben". Oben angekommen merkte ich es dann doch, mein Puls war bis auf 185 Schläge hochgegangen. Aber es waren ja nur noch 5 Kilometer.

Auf den letzten zwei Kilometern ging es noch einmal über den Olympischen Platz um danach das Olympiastadion halb zu umrunden. Und dann war er da, der für mich schönste Teil der Strecke. Es ging auf das Olympia Gelände und dann ab in die Katakomben. Ich hatte wieder mal keinen Läufer vor mir. Sah nur die dunkle Röhre die mit bunten Scheinwerfern beleuchtet war. Alle 10 Meter standen Lautsprecher und es erschallte: Stand up for the Champions". Das Gefühl da durch zu Laufen ist einfach unbeschreiblich. Ich bekomme beim schreiben schon wieder Gänsehaut. Dann eine Rechtskurve und es ging ein leichtes Gefälle auf die blaue Tartanbahn des Olympiastadions. Eine dreiviertel Rund galt es noch durch diese Kulisse zu laufen bis ich im Ziel war. Auf den großen Leinwänden sah ich wie noch einer versuchte mich von hinten zu überholen. Ich hatte keine Kraft mehr ihm gegenzuhalten. Ich wollte auch lieber die letzten Meter genießen.

Und dann im Ziel. Glücksgefühle überkamen mich und ich ging erstmal in die Knie. Das eher weil ich am Ende meiner Kräfte war, aber es war geschafft. Als ich da so kauerte kam die dritte Frau des Feldes ins Ziel. Und es meldete sich auch mein Husten wieder. Dieses kann bei ausgetrockneter Kehle sehr unangenehm sein. Aber da muss man durch. Dann folgte noch die fast größter herausforderung. Von der blauen Bahn musste man wieder auf Normalniveau. Das hieß Treppen steigen. Oh man habe ich mich da hochgequält.

Ich bin in einer Zeit von 1:40:09 ins Ziel gekommen, das Bedeutet Platz 61 von über 6'000 gemeldeten Läufern über die 25 km. Hatte mir eigentlich eine etwas schnellere Zeit vorgenommen, aber mein Ziel unter die Top 100 zu kommen habe ich geschafft.



27.04.2008 Die Sonne lässt die Endorphine sprudeln

Diese Woche hat die Sonne das getan, wofür sie eigentlich ja da ist. Sie hat den Frühling nun endgültig eingeleitet. Das hat mich auch zu ein paar sehr schönen Läufen gebracht. Konnte es am Dienstag auch nicht lassen, nachdem ich am Morgen meine 17 km gelaufen bin, nocheinmal am Nachmittag eine kleine Runde von 7 km zu drehen. Das Laufen hat mir diese Woche so viel Spaß gemacht, ich glaube ich bin mit einem Dauerlächeln durch die gegend gelaufen. Wobei auch Teilweise sehr nett zurückgelächelt wurde :-)

Heute war dann der letzte Lange Lauf vor den "Berlin läuft 25 km". Hatte mir 30 km vorgenommen. Bin wieder mit einer Freundin am Teltowkanal zwischen Adlershof und Britzer Kanal entlang. Das Laufen lief einfach super, habe zwar meine Beine etwas gespürt, aber das war nicht weiter verwunderlich bei den 121 km die ich diese Woche insgesamt gelaufen bin. Hätte am Ende sogar noch weiter laufen können, aber ich wollte vor dem kommenden Wettkampf nicht übertreiben.

War heute auch mein  15. Trainingstag in Folge, was mir aber keine Probleme bringt, denn ich baue ja entspannende langsame Läufe mit ein. Auch Tempoeinheiten vernachlässige ich deswegen ein bisschen, aber in ein, zwei Wochen werde ich sie dann wieder einbauen. Zur Zeit baue ich noch etwas an meiner Grundlagenschnelligkeit herum, die ja auf den längeren Strecken entscheidend ist.



20.04.2008 Sonntagslauf

Heute bin ich mit einer Freundin laufen gewesen. Sie hat mich auf Inlinern begleitet. Wollte heute eigentlich einen langen Lauf über 30 km machen, aber da sich meine Beine vom gestrigen Wettkampf noch etwas gemeldet haben, habe ich mich für eine kürzere Strecke entschieden. Wir sind dann 22.02 km gelaufen bzw. gefahren und das ganze in 1:39:59 h. Ich hätte am Ende noch weiter laufen können, aber man muss ja nicht übertreiben. Nächste Woche steht dann der letzte Lange Lauf vor den 25 km von Berlin an. Werde auch noch die ein oder andere schnelle Einheit versuchen in meinen Trainingsplan ein zu basteln.



19.04.2008 Pankower Frühlingslauf

Heute war mal wieder ein Wettkampf. Bin mit diesem aber irgendwie nicht zufrieden.

War ein Lauf über 12.5 km und ich habe dafür 50:34 min benötigt (@4:03). Es war ein Rundkurs über 2.5 km mit einer starken Steigung und matschiger Strecke. Hat zwar noch für den 18. Platz (5. Platz in M20) gereicht. Das liegt im Bereich meiner letzten Läufe beim Berlin Cup, aber der Kilometerschnitt lag 9 sec über dem vom Halbmarathon vor zwei Wochen.

Etwas kann ich ja auf die Steigung und etwas auf die schlammige Strecke schieben. Aber auch nicht alles. Nagut ich habe auch die letzte Woche etwas pausiert und seit dem Halbmarathon auch kein schnelles Training mehr gemacht.

Hoffe das die 25 km in zwei Wochen besser laufen.



06.04.2008 Berliner Halbmarathon

Heute stand der Berliner Halbmarathon und damit der erste Saisonhöhepunkt auf der Tagesordnung. Nach dem der Wetterbericht in den letzten Tagen nichts gutes vorhersagte, dachte ich schon an einen Regenwettkampf. Ein Blick nach dem aufstehen aus dem Fenster prophezeite mir nichts gutes, denn es regnete. Aber es waren ja noch über drei Stunden bis zum Start.

Nach einen gemütlichen Frühstück ging es um 9:30 Uhr aus dem Haus. Die halbe U-Bahn war gefüllt mit Läufern. Es waren ja mit über 20'000 gemeldeten Läufern, so viele wie noch nie gemeldet. Der Bahnhof Alexanderplatz quoll vor Sportlern über. Nun noch schnell die Kleiderbeutel abgeben, aber davor erstmal die Entscheidung fällen, was den anziehen. Ich entschied mich für die kurzen Laufshorts und das Singlet. Bis zum Start hatte ich mir noch ein altes T-Shirt und den üblichen Adidas Müllsack übergezogen. Dann bin ich bis zur Startlinie, die diesmal auf der Schlossbrücke war gegangen. Es war sogar Platz um sich vor dem Pergamonmuseum warm zu laufen. Dann aber schnell in den Startblock B. Diese Einteilung passte mir ganz gut, denn damit entfiel das lästige überholen am Anfang. Jetzt ließ sich auch die Sonne kurz blicken, das konnte nur noch ein toller Lauf werden.

Um Punkt 10:45 Uhr fiel der Startschuss. Dann ging es unter den Linden in Richtung Brandenburger Tor. Habe von Anfang an gleich mein Tempo gefunden. Habe mich kurz vor dem Start doch noch entschieden auf 3:55 je Kilometer zu laufen. Die ersten Kilometer hatte ich konstant 10 sec Vorsprung, das passte. Diese Zeit habe ich dann wieder in den Charlottenburger Bergen verloren, aber als ich wieder im Flachland war, konnte ich die 10 sec wieder herauslaufen. Nach dem einbiegen auf den Ku'damm war es aber dann vorbei mit der ganzen Taktiererei. Ich war teilweise etwas abwesend und übersah die Kilometerschilder. Die waren ja mit ihren 3m x 1 m auch etwas klein geraten. :-)  Auch war es mir irgendwie nicht mehr möglich mir meine Zwischenzeiten auszurechnen. Nach dem Potsdamer Platz fluchte ich wie letztes Jahr über den Zickzack Kurs. Beim Marathon brauch man nur geradeaus über die Leipziger Straße, aber beim Halbmarathon läuft man Umwege, das geht auf die Psyche. Aber dann ist auch der letzte Kilometer gekommen, ich versuche noch etwas anzuziehen, aber das geht nicht mehr. Somit war das Rennen richtig eingeteilt. :) Natürlich habe ich wieder verpasst meine Uhr beim Zieleinlauf zu stoppen. als ich es kurz darauf merke, zeigt sie 1:22:34. Ich bin glücklich.

Die offizielle Zeit sagt mir dann 1:22:27, das ist Platz 255 und in der Altersklasse Platz 61, bei den Männern Platz 242.

Es ist immer wieder ein Vergnügen bei den großen Veranstaltungen hier in Berlin zu laufen, die Massen an Zuschauern an der Strecke ist einfach nur Super. Man wird fast durch die Stadt getragen. Selbst das kühle Wetter (für die Zuschauer) hat sie nicht abgehalten an die Strecke zu kommen.

Nach dem Zieleinlauf habe ich mir noch eine Massage gegönnt. Als ich gefragt wurde wo es denn zieht, verkrampfte meine rechte Wade. Die beiden jungen Mädels haben das aber wieder hin bekommen. Wenn man recht schnell im Ziel ist, brauch man wenigstens nicht bei der Massage anstehen, nur deswegen laufe ich so schnell. Jetzt zieht die Wade aber wieder. Die nächste Woche ist aber sowieso etwas reduziertes Training zur Erholung angesagt.



31.03.2008 Was soll ich zu heutigen Tag sagen?

Nachdem das Wochenende recht hart für mich war, wollte ich nur eine kleine Rekom Einheit machen. Also bin ich heute an meinem freien Tag um acht los und bin gemütlich meine 7.2 km in 36.18 gelaufen.

Einer Freundin hatte ich aber schon versprochen bei schönen Wetter mit ihr laufen zu gehen, dass heißt ich laufe und sie läuft mit Inlinern. Leider war heute schönes Wetter und wir verabredeten uns für heute Nachmittag. Sie ist bereits letztes Jahr öfters mit mir gelaufen. Da sie im Winter recht faul war und nichts gemacht hat, dachte ich schon an eine gemütliche Runde. Aber da sie neue Inliner hatte, war sie mit diesen ohne viel zu machen recht schnell und ich musste sie immer bremsen, damit mein Puls wenigstens etwas im Rekom Bereich bleibt. :eek: Sie beschwerte sich noch nicht mal über Gegenwind, sie meinte da hätte sie wenigstens etwas zu tun. Am Ende sind es dann nochmal 19.3 km für mich geworden. Meinen Puls konnte ich wenigstens auf 140 bpm bei einer Pace von 4:54 halten. So waren wir dann bei herrlichen Sonnenschein 1:34:44 unterwegs.

Hoffe den Rest der Woche kann ich mich dann etwas ruhiger auf den Halbmarathon vorbereiten (tapern).



30.03.2008 Birkenwäldchenlauf

Nachdem ich mich am Freitag schon über den Frühling gefreut hatte, war gestern das ganze Gegenteil angesagt. Es stürmte, regnete und war kalt. Aber ich hatte meinen "langen" Lauf geplant und den wollte ich auch durchziehen. So lang wie die letzten sollte er aber doch nicht werden. Bin gemütlich um 13:30 Uhr los (145 bpm; 76 % HF max). Nach der Hälfte merkte ich, dass ich nur gefrühstückt hatte. Dementsprechend schleppte sich der Rest und ich habe die Strecke noch etwas verkürzt. Bin dann nach 22.85 km mit einem knurrenden Magen nach Hause gekommen. Das müsste jetzt aber an langen Läufen  für den Halbmarathon nächste Woche reichen.

Heute stand ja der zweite Lauf zum Berlin Cup an. Wegen der Vorbereitung auf den Berliner Halbmarathon in einer Woche sollte es nur ein Trainingslauf werden. Die 22.8 km von gestern und die schnellen 10.9 km vom Freitag steckten ja noch in meinen Beinen. Also hieße es heute Morgen, nach der um eine Stunde verkürzten Nacht, aufstehen und gemütlich frühstücken. Gegen neun bin ich dann die 5 km von mir zum Orgabüro mit dem Fahrrad gefahren. Nach dem ich meine Startnummer in den Händen hielt und die 7€ dafür bezahlt hatte, bin die restlichen 500 m bis zum Start gefahren. Dann erstmal das übliche Warten, ein bisschen einlaufen, den Kleinen bei ihrem Rennen zuschauen und natürlich anfeuern. Kurz nach 10:20 Uhr fiel dann der Startschuß für die 10 km. Es musste eine kleine und drei große Runden gelaufen werden. Es waren leider keine Kilometerangaben an der Strecke, so das mir eine Renneinteilung schwer fiel. Nach der ersten kleinen Runde habe ich etwas Geschwindigkeit rausgenommen, weil ich glaubte zu schnell zu sein. Es war ein schöner Lauf durch den Wald mit all seinen Tücken. Man musste den Wurzeln und den schlammigen Stellen ausweichen. Da das mein erster Wettkampf auf solchen Gelände war, bin ich extra behutsam rangegangen. Auf der letzten Runde habe ich dann noch etwas Gas gegeben (wenn man es in dem Zustand so nennen kann). Bin dann nach 38:36 min ins Ziel eingelaufen. Dafür das ich das Rennen mitten im anderen Training gelaufen bin, bin ich doch recht zufrieden mit dem Ergebnis. Auf der Fahrt nach Hause habe ich dann schön meine Oberschenkel gespürt. So langsam bin ich schon lange nicht mehr mit dem Fahrrad gefahren.

Mit dem letzten Lauf habe ich auch die 1000 km für dieses Jahr erreicht. Das kann ja noch heiter werden.



28.03.2008 Der Frühling ist da

Verdammt, ich wollte heute eigentlich einen Ruhetag einlegen. Aber als ich dann heute Nachmittag bei diesen schönen Wetter nach Hause gefahren bin, konnte ich nicht anders als mich schnell umziehen und meine Laufschuhe anschnallen und dann das Wetter bei einem kleinen Läufchen genießen.

Endlich mal wieder die kurzen Sachen anziehen, ich fühlte mich wie im Februar.

Naja, es reicht ja auch ein freier Tag in der Woche. Habe am Mittwoch keinen Lauf gemacht, weil sich früh mein Magen meldete und erstmal wieder mit Salbeitee beruhigt werden musste.

Gestern klappte der Lauf auch recht gut. Mein blauer Zehennagel störte mich auch nicht.



25.03.2008  Blau ja Blau sind alle meine Farben

Heute früh konnte ich mich irgendwie schlecht durchringen ob ich zur Uni laufe oder nicht. Da ja gestern ein Feiertag war, konnte ich keine Wechselsachen da bunkern und hatte noch meinen dicken Hefter zu Hause liegen, der noch mit sollte. Also musste alles im Rucksack mitgeschleppt werden. Da eine Verschiebung der Trainingseinheit noch schlechter in meinen Zeitplan gepasst hätte, bin ich vollbepackt 7:15 Uhr losgelaufen.

Da ich vorher schon negativ darauf eingestellt war, lief es am Anfang recht schleppend. Als dann nach 10 km die Sonne raus kam war ich dann doch recht glücklich zu laufen. Aber nach 14 km fing eine meiner Zehen am rechten Fuß an weh zu tun. Ich versuchte alle möglichen Stellungen wie ich ihn besser halten sollte, aber er tat immer noch weh. Also hieß es Zähne zusammenbeißen und die restlichen Kilometer laufen. Als ich dann in der Uni duschte musste ich feststellen, dass ich mir zum ersten mal in meinem Läuferdasein einen blauen Zehennagel zugezogen hatte.

Ich frage mich nur wie das passiert ist. Die Schuhe bin ich ca. 100 km gelaufen und es war vorher nie etwas gewesen. Auch haben die Zehen nach vorn einen Daumen breit platz. Hoffe das Ding stört mich die nächste Zeit nicht.

Trotz Gepäck habe ich eine recht gute Zeit benötigt, das hat mich für das blaue Ding etwas entschädigt.


23.03.2008  Warum Schnee?

Wie geplant bin ich heute meine 30 km angegangen. Ein Blick aus dem Fenster versprach mir recht gutes Wetter. Die Sonne zeigte sich ab und zu, ein paar Schneeflocken fielen und das Thermometer sagte 5°C. Habe mir gedacht, dass ich bei diesen Temperaturen keine Handschuhe benötigen werde. Das stellte sich später noch als fataler Fehler heraus. Ein Kumpel wollte die ersten Kilometer mitlaufen, aber ihm war meine Anfangsgeschwindigkeit doch zu hoch, so das er nach 300m Ausstieg und sein Tempo weiterlief. Dabei bin ich extra langsam losgelaufen. Meine Beine haben sich den gestrigen Lauf doch recht gut gemerkt und teilten dieses mir recht schnell mit. Somit habe ich meine Wende nach 14.5 km eingebaut. Kurz davor begann es wie wild zu schneien, so das ich bereits nach wenigen Kilometern meine Hände nicht mehr spürte. Ich versuchte die Durchblutung durch bewegen aufrecht zu erhalten, aber das gelang nur mäßig. Eine Hand musste auch die ganze auch noch Zeit meine Trinkflasche halten, wobei ich die heute nicht unbedingt benötigt hätte .

5 km vor dem Ziel hörte es dann auf zu schneien und da sich meine Beine noch nicht allzu schlimm meldeten, bin ich eine extra Schleife gelaufen, damit ich am Ende doch noch über die 30 km komme. Dieses hat ganz gut geklappt und ich bin dennoch Glücklich zu Hause angekommen. Kurz vor der Haustür versagte dann aber doch die Greifkraft meiner Hand und meine Trinkflasche flog im hohen Bogen durch die Gegend.

So sehr wie heute, habe ich mich schon lange nicht mehr auf eine heiße Dusche gefreut. Nachdem ich es endlich geschafft hatte mit meinen durchgefrorenen Händen meine Wohnungstür aufzuschließen habe ich mich gleich mit den Laufsachen unter die Dusche gestellt. Meine Finger waren zu taub um noch den Reißverschluss zu öffnen.

Aber dafür sind es 30.23 km in 2:23:13 @ 4:44; Puls 145 (76%) geworden.



22.03.2008  Was nun?

Heute wollte ich einen zügigen Dauerlauf machen. Geplant war dieser mit einen Puls von 85% HFmax, also bei mir 163 bpm. Das ganze wollte ich auf 16.6 km laufen. Soweit der Plan.

Habe die meine persönliche Vorgabe auch ganz gut eingehalten. Puls bei 164, ab und zu leichter Regen unterwegs, gute Laune und leicht laufende Beine.

Als ich wieder zurück war zeigte meine Uhr 1:07:18. Das sind 4:03 min auf den Kilometer. Eigentlich war mein Halbmarathon in zwei Wochen mit 3:59 (1:24:00) geplant. Jetzt bin ich mir unschlüssig darüber wie schnell ich diesen angehen soll.

Ich kann nach dem heutigen Lauf nicht sagen, dass ich kaputt bin. Ok, wenn ich mich bewege bemerke ich schon das ich etwas gemacht habe, aber für einen Wettkampf sind da noch Reserven.

Habe ja noch zwei Wochen Zeit um mich zu entscheiden.

Morgen stehen dann wieder die 30 km als Vorbereitung an, aber diesmal etwas langsamer als letzte Woche.

Gestern: 10.94 km in 0:57:36 @ 5:16; Puls 141 (73%) Recom
Heute: 16.6 km in 1:07:18 @ 4:03; Puls 164 (85%) GA 1/2



20.03.2008

Gestern war wieder ein Recomlauf. 7 km in 44:46 min und das ganze bei einem Puls von 121 bpm (63%) Bin sonst den Recomlauf nie mit Pulsuhr gelaufen, habe gar nicht gewußt, dass ich bei so niedrigen Puls laufen kann.

Heute Morgen ging es die 20 km zur Uni. Da ich sonst keine Zeit für schnelle Läufe habe bin ich die ersten 12.26 km gemütlich in 55:39 gelaufen. Die folgenden 7.7 km bin ich dann in 32:16 gelaufen. Das bei diesen herrlichen Wetter. Bei minus 1°C und Sonnenschein. So muss ein Tag beginnen.

Gestern: 7 km in 44:46; @6:23; 121 bpm; 63%
Heute: 12.26 km in 32:16; @4:32; 154 bpm; 80% HFmax danach @4:11; 163 bpm; 84% HFmax



18.03.2008

Gestern Morgen war mal wieder ein Recom-Lauf angesagt. Bin wieder mit meinem Laufpartner, der gerade Anfänger ist um 7 Uhr los. Für mich war es wieder schön entspannend, wobei es für ihn doch wieder sehr anstrengend war. Musste ihn die ganze Zeit ziehen. Am Ende haben wir für 7 km 44:50 min benötigt.

Heute Morgen hieß es für mich um 6 Uhr aufstehen, eine Kleinigkeit essen und meine Verpflegung für den Tag vorbereiten. Um 7 Uhr bin ich dann zu den 20.17 km zur Uni aufgebrochen. Mit -1°C war es doch recht kühl und der Wind blies kräftig. Habe auf der Strecke wieder das lustige Spiel : Handschuh an, Handschuh aus gespielt. Je nachdem aus welcher Richtung der Wind oder die Sonne gerade kam.

Bin heute auch wieder mit meiner Pulsuhr gelaufen. Sie ging immer nur wenn ich Die Uhr in die nähe des Pulsgurtes gehalten habe. Bin mit durchschnittlich 80% HFmax (154 bpm) gelaufen, also ein schöner GA 1 Lauf. Nach 1:29:42 war ich dann an der Uni. Gleich unter die Dusche und den Rest des Tages im Labor gestanden.

Da ich zur Zeit sehr viel trainiere war ich auf der Suche nach etwas was mir bei der Regeneration hilft. Bin dabei jetzt auf einen Molketrunk gestoßen. Habe nach dem Lauf ein Glas getrunken und noch etwas Müsli dazu gegessen. Fühlte mich heute auch gleich nach dem Lauf wieder recht Fit und hatte zum Mittag auch noch kein Loch in meinem Magen. Scheint doch recht gut zu wirken. Er enthält 75 % Lactose, als einen Disaccharid der schnell ins Blut geht und dazu noch 12 % Eiweiß, was man auch immer gebrauchen kann.

Mein Pulsgurt hat heute auch noch eine neue Batterie verpasst bekommen, mal sehen ob sie jetzt wieder vernünftig geht.

Mo 7 km in 0:44:50 @6:24
Di 20.17 km in 1:29:42 @ 4:27



16.03.2008  Laufblog ich komme

Heute habe ich meine Langen Lauf absolviert. Bin seit langen mal wieder mit meiner Pulsuhr gelaufen. Ich sollte das Ding doch mal öfters umschnallen. Sie funktioniert trotz Ultraschallgels nur noch sporadisch, aber wenn sie ging hat sie mir recht niedrige Pulswerte angezeigt. Nach Körpergefühl dachte ich der Puls wäre höher, habe mich somit in letzter Zeit unterfordert.

Hatte mir heute auch die 30 km vorgenommen. Zum Glück habe ich Unterwegs nicht auf meine innere Stimme gehört. Nach ca 13 km meldete sie sich und sagte mir: "Dir geht es gut, du kannst heute noch weiter Laufen, du musst nicht nach 15 km umdrehen und zurück laufen." Aber ich habe nicht darauf gehört und habe meine Wende nach gut 15 km gemacht. Als ich dann 20 km weg hatte meldeten sich langsam meine Beine und sagten mir: "Du läufst ja? Langsam merken wir, dass wir etwas zu tun haben." Daraufhin wurden sie schwer und ich war froh das ich "nur noch" 10 km vor mir hatte. Das waren die ersten 30 km dieses Jahr. Mehr sind zur Zeit eigentlich auch nicht nötig. In drei Wochen steht bei mir der Berliner Halbmarathon an und da sind Sub 1:25:00 geplant. Da reicht das vollkommen. Muss jetzt nur mehr Tempoeinheiten reinbauen. Aus Zeitmangel fallen die in die 20 km die ich zweimal die Woche zur Uni laufe. Immer schön zum Schluß, da bringen sie meiner Meinung nach am meisten.

So das war es für diese Woche, jetzt dürfen sich erstmal meine Beine bis morgen früh um sieben ausruhen, dann steht wieder ein Recom-Lauf auf dem Plan.